A U M

 

"Through OM the Lord is met face to face."
Sri Adi Sankaracharya

 

Ein Mantra besteht aus Keimsilben, Aussagen oder Sätzen. Diese symbolisieren energetische Zustände, die man mit Hilfe ihrer Rezitation erwecken möchte. Visualisierung dient hierbei als Verstärkung. Im Hinduismus wie auch im Buddhismus ist das Rezitieren von Mantras während der Meditation üblich. Den Veden nach ist Om der Urklang, aus dem die Schöpfung hevorgeht. Pranava Omkara ist die Lebenskraft des Universums. A-U-M (Gott-Materie-Seele), auch OM genannt, chanten Yogis, um sich mit Gott zu verbinden.  Genauer gesagt wird durch das Rezitieren eines Mantras die mit diesem Mantra angesprochene Energie aktiviert. Weiterhin verhilft die Rezitation dazu die Gedanken abzuschalten.

 

 

In beiden Religionen symbolisiert OM das Absolute.

OM enthält alle anderen Mantren.

 

 

 

 

 

 

SWAMI SHIVANANDA ÜBER OM

 

Ich verehre Om. Ich grüße Om. 

Ich verneige mich vor Om. 

Ich ergebe mich an Om.

 

Ehre sei Om. Sieg sei Om. Hosianna an Om. Heil sei Om.

Om ist die heilige Silbe. Om ist der mystische Buchstabe. 

Om ist das unsterbliche Akshara. In Om ruht die Welt.

In Om leben wir und bewegen wir uns. 

In Om ruhen wir. In Om finden wir das Gesuchte.

 

Om ist das Symbol von Brahman. Om ist das Wort der Kraft. 

Om ist das Leben allen Lebens. Om ist die Seele aller Seelen.

Om ist wahrlich Brahman. Om ist Satchidananda. 

Om ist Unendlichkeit. Om ist Ewigkeit. Om ist Unsterblichkeit.

 

Om ist die Quelle von allem. Om ist der Schoß aller Veden. 

Om ist die Basis aller Sprachen. 

In Om verschmelzen alle Dreieinigkeiten. 

Von Om gehen alle Klänge aus. In Om existieren alle Dinge.

Om ist das höchste Mantra. Om ist Soham. Om ist Om Tat Sat. 

Om ist eine Lampe auf Deine Füße und ein Licht auf Deinem Weg.

 

 

HARI OM TAT SAT

Hari - dem die Herzen aller zufallen, ein Beiname Vishnus

Om - der Urklang

Tat - das Manifestierte

Sat - die höchste Wahrheit

 

OM NAMAH SHIVAYA

Om - der Urklang

Namah - Gruß an

Shivaya - Shiva, der liebevolle Gütige, das Göttliche

 

SAT CHIT ANANDA

Sat- die höchste Wahrheit

Chit -das individuelle Bewusstsein

Ananda - die Glücksseeligkeit

 

 

 

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Maha Mrityunjaya Mantra
Übersetzung Sukadev Bretz

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम्‌ ।
उर्वारुकमिव बन्धनान्मृत्योर्मुक्षीय माऽमृतात्‌ ।

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt


Om - Kosmischer Klang

Tryambakam - dreiäugig, bzw. dreihaft: Bezieht sich auf Shiva; bezieht sich auf die Welt der Dualität und auf die Welt der Einheit; Tryambaka bedeutet: Shiva ist erfahrbar in der Welt der Dualität - und er führt uns in die Einheit; wir wollen uns zum Instrument machen des Göttlichen und in dieser Welt der Dualität wirken - Gott durch uns wirken lassen

Yajamahe - Wir verehren, wir meditieren über: Ehrerbietung ist eine gute Grundeinstellung im Leben: Wir wollen Gott in allem verehren: Gott manifestiert sich in der scheinbar dualistischen Welt - Gott ist überall gegenwärtig. Daher kann ein spiritueller Aspirant die Einstellung der Ehrerbietung als "Normalgefühl" den ganzen Tag kultivieren.

Sugandhim: Su heißt "gut", "Gandha" heißt unter anderem "Geruch". Sugandhim heißt "wohlriechend". Geruch verteilt sich in der Atmosphäre: So ist Gott überall wahrnehmbar, und zwar ist Gott wahrnehmbar als das Gute hinter allem. Wir können Gott überall erfahren, spüren, uns von Gott erfüllen lassen

Pushtivardhanam: Der sich um alle Wesen kümmert, der den Wohlstand mehrt: Gott kümmert sich um alle Wesen. Wir können auf Gott vertrauen. Auch wenn wir manchmal nicht verstehen, warum etwas geschieht - so können wir doch darauf vertrauen, dass dahinter etwas Sinnvolles ist. Gott ist die Liebe - in der Liebe erfahren wir Gott. Wir können auch immer wieder Dank empfinden, dass Gott sich um uns kümmert.

Urvaruka - reifer Kürbis: Mögen wir reifen. Mögen wir spirituell wachsen. Mögen wir uns spirituell entwickeln. Mögen wir Geduld haben.

Bandhanan - Bindung, Gebundenheit: Zunächst gilt es zu erkennen: Ich bin gebunden. Ich bin verhaftet. Dann kommt der Wunsch: Mögen wir die Gebundenheit verlieren. Mögen wir Verhaftungen, Erwartungen, Vorurteile etc. verlieren.

Mrityor - Sterblichkeit: Erkenne: Alles Irdische ist sterblich, der Vergänglichkeit unterworfen. Aller Besitz wird vergehen. Dein Körper wird sterben. Jeder Mensch wird (körperlich) sterben. Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.

Mukshiya - sich losbinden, sich befreien.

Maamritat - Führe mich zur Unsterblichkeit (Amrita): In Wahrheit bist du unsterblich. Dein wahres Selbst, Atman, ist eins mit Brahman, der Weltenseele.





Text Sukadev Bretz

Om Namah Shivaya ist das Panchakshara Mantra. Dies ist ein Mahamantra, das (ohne Om) aus fünf Silben besteht: Namah Shivaya, नमः शिवाय. Für den, der darüber nachsinnt, beseitigt ein Mantra alle Hindernisse, alle Not und verleiht ewiges Glück und Unsterblichkeit. Panchakshara ist das Beste unter den sieben Crore (entspricht 10 Millionen) Mantras. "Namah" bedeutet Niederwerfung. "Shivaya Namah" bedeutet also "Niederwerfung vor Shiva". "Shivaya Namah" ist ein Mahavakya wie "Tat Tvam Asi", was die Einheit zwischen der individuellen Seele und der Weltenseele verkündet.