Advaita Vedanta – uralte Lehre der Nondualität

 

Die Meister sagen, dass ‚Jnana Yoga‚, also der Weg der Erkenntnis bzw. des Wissens der eben auch Advaita Vedanta genannt wird, und ‚Bhakti Yoga‚, der Weg der Hingabe zu Gott, die direktesten und erprobtesten Wege zum höchsten Bewusstsein darstellen. Beide zusammen geübt und mit den Praktiken der anderen Yogawege ergänzt führen sicher zum Ziel des Yoga.

Die Lehren des Advaita Vedanta sind uralt und sie konfrontieren den Schüler mit der direkten und ungeschminkten Wahrheit der Nondualität deren Erkenntnis alle Wünsche und Fragen transzendiert. Es geht beim Advaita Vedanta um die Auflösung aller  falschen Vorstellungen, sowie der fest sitzenden Muster und  Programmierungen und  all der unnützlichen Gewohnheiten. Ziel des Jnana Yoga ist die Erkenntnis des wahren Selbst, zu begreifen das Gott die Gesamtheit allen Seins ist und das Selbst identisch damit ist. Der Weg des Advaita Vedanta führt zum verschmelzen mit der nondualen Wirklichkeit, bzw. zu der Erkenntnis das wir schon immer Eins waren.

 

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Was ist Atman?

 

"Atman oder Brahman ist absolute Existenz, absolute Erkenntnis, absolute Seligkeit. Es ist etwas anderes als der grobe, feine und ursächliche Leib. Es reicht über die fünf Hüllen des Nichtwissens (Pancha Koshas) hinaus. Es ist Zeuge der drei Zustände: Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Es ist Grundlage und Voraussetzung der 24 Tattwas. Es unterscheidet sich von Jiva und Ishwara, die mit Avidya und Maya verbunden sind.

Das Selbst scheint infolge von Avidya (Nichtwissen) endlich zu sein. Wenn aber das Nichtwissen vernichtet wird, leuchtet dieses Eine Atman aus seiner eigenen Leuchtkraft wie die Sonne, sobald die Wolken aufreißen. Dieses irdische Leben (Samsara), das mit Liebe, Hass und so weiter erfüllt ist, gleicht tatsächlich einem Traum. Es scheint alles wirklich zu sein, solange man darin verwickelt ist. Wenn man aber durch Erkenntnis erwacht, wird alles unwirklich. Wie im Wasser Blasen aufsteigen, schweben und zerplatzen, so nimmt offensichtlich der Höchste Herr, das reine Atman, das die stoffliche Ursache von allem ist, durch die Berührung mit den fünf Hüllen und so weiter ihre entsprechenden Eigenschaften an. Wie wir den Himmel für blau halten, legen wir uns infolge unserer unscharfen Unterscheidung die Eigenschaften und Tätigkeiten des Körpers und seiner Organe im reinen Satchidananda Atman bei. Leidenschaft, Begierden, Glück, Elend und so weiter wirken nur während des Wach- und Traumzustandes, wenn der Intellekt zugegen ist. Im Tiefschlaf, wo der Intellekt abwesend ist, merkt man nichts von ihnen. Also sind das alles Eigenschaften des Intellekts und nicht des reinen Nirvikalpa Atman. Selbstsucht und die Vorstellung „Ich weiß“ entstehen, weil wir ohne genaue Unterscheidung die Satchidananda-Wirklichkeit Atmans (reines Dasein, reine Erkenntnis, reine Seligkeit) mit den Funktionen Buddhis vermengen.

 

Vedanta Sadhana

Ein Vedanta-Anfänger sollte Atma Bodha studieren, Tattwa Bodha, Laghu Vasudeva Manana und Viveka Chudamani. Es gibt davon englische Übersetzungen. Er muss Vedanta Prakiyas gründlich verstanden haben und einen klaren Begriff von den drei Körpern, fünf Hüllen und ihren Dharmas oder Funktionen sowie den drei Bewusstseinszuständen besitzen, nämlich Jagrat (Wachzustand), Swapana (Traum) und Sushupti (Tiefschlaf).

Er muss die verschiedenen Yuktis kennen wie positive und negative Behauptungen (Anvaya Vyatireka), falsche Attribute (Adhyaropa Apavada), den analytischen Prozess, alle Namen zu verneinen, um die ewige Wahrheit zu finden (Neti Neti), Konzentration der Gedanken, um sie aufzulösen (Laya Chintana), Feststellung des wahren Bedeutung von Tat Twam Asi (Bhaga Tyaga Lakshana) und so weiter. Er sollte eine genaue Kenntnis von Phänomenalismus (Vivarta Vada), Monismus (Adwaita Vada), die Lehre, dass nichts existiert als Vorstellung (Drihti Sristri Vada), Selbstleuchten (Sva Prakasha) und Akosmismus (Ajati Vada) besitzen.

Der Fortgeschrittene muss die Upanishaden studieren, Brahma Sutras, Panchadasi, Vichar Sagar, Naishkarma Siddhi, Chit Sukhi, Khandam Khadyam. Adwaita Siddhi, die klassischen Werke über Vedanta. Schwierige Bücher sollten unter einem Brahma Stotri, der Brahma kennt (Brahmanishta) studiert werden. Pranava (OM) muss im Geist täglich wenigstens 21 600 mal wiederholt werden. Früh morgens beginnt man um vier Uhr Sadhana, Japa und Nirakara Meditation. Die vier Mittel der Erlösung sollte der Fortgeschrittene besitzen.

 

Meditation

 

  • 1. Meditiere anfangs über die alldurchdringende Luft, Äther, Licht, unendlichen Himmel, unendlichen Ozean, um den Verstand für abstrakte Meditation zu verfeinern und zu ertüchtigen.
  • 2. Dann meditiere über abstrakte Tugenden, wie Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Großmut, Mut, Geduld, Frieden, Ausgeglichenheit, inneres Gleichgewicht und so weiter. Erringe dir diese Tugenden soweit du nur kannst. Werde eine Verkörperung dieser Tugenden. Mache dir im Geiste ein Bild von OM-Mut, OM-Barmherzigkeit. Wiederhole diese Formeln täglich mehrmals.
  • 3. Meditiere über die folgenden Texte. Nimm jeden Monat eine neue Formel hinzu. Wiederhole sie jeden Tag mehrmals.

Vedanta-Formeln

a) Es existiert nichts (Namen und Gestalten).
b) Die Welt ist ein langer Traum.
c) Nichts gehört mir. (Wenn in deinem Haus jemand stirbt, wenn du etwas verlierst, wiederhole täglich mehrmals diese Formel. Du wirst wahren Seelenfrieden erlangen.)
d) Ich bin nicht dieser Körper (ich bin von meinem Körper verschieden). Ich bin nicht dieser Verstand (ich bin etwas anderes als der Geist). Ich bin nicht die Lebenskraft, Prana (ich unterscheide mich von Prana). Ich bin nichts das Sinnesorgan, Indriyas (ich unterscheide mich von den Indriyas). Ich bin unsterbliches Atman (die Körpervorstellung wird verschwinden).
e) Ich bin Zeuge (Sakshi) OM OM OM. Ich bin Sakshi des Verstandes OM OM OM. Ich bin nicht an die Sinneswelt gefesselt (Asanga) OM OM OM. Ich bin nicht der Handelnde (Akarta) OM OM OM.
f) Ich bin unsterbliches Atma OM OM OM.
g) Ich bin Dasein-Erkenntnis-Seligkeit (Satchidananda) Brahman OM OM OM.
h) Ich bin Brahman OM OM OM.

Alle, welche über diese Ideen und Formeln meditieren, werden verwandelt. Sie werden wie leibhaftige Götter auf Erden, die überall Freude und Frieden ausstrahlen. Wenn du einige Übung erlangst hast, beschäftige dich nur mit einer einzigen Idee. Diese eine Idee wird von selber absterben, sobald du in Brahman, in reine Ekstase (Nirvikalpa Samadhi) eingingst. Wähle irgendeinen Dreireim, den du am liebsten hast, und meditiere darüber gründlich in vollem Ernste.

 

 

Vier Schritte der Jnana Yoga Praxis

 

Wie verwirklichst du all das? Jnana Yoga ist ja Verwirklichung, nicht nur Philosophie. Dort gibt es die vier Schritte des Jnana Yoga, der Jnana Yoga Praxis. Die nennen sich Shravana, Manana, Nididhyasana und Anubhava.

 

  • Shravana heißt hören der vedantischen Lehrsätze, lesen von Vedanta-Büchern oder auch anschauen von Vedanta-Vorträgen.
  • Manana heißt das darüber Nachdenken, reflektieren und auch diskutieren. Nachdenken über die großen Lehrsätze. Dann folgt
  • Nididhyasana – Nididhyasana heißt tiefe Meditation. Du meditierst darüber, denn Jnana Yoga, obgleich es der Yoga des Wissens ist, wird letztlich nicht zur höchsten Erkenntnis allein durch den Intellekt führen. Tiefe Meditation Nididhyasana ist unabdinglich dafür. Ein zweiter Aspekt von Nididhyasana heißt auch mit einer solchen Haltung, Asana in den Alltag hineinzugehen und von dieser vedantischen Einstellung der Einheit und Harmonie auszugehen und schließlich das vierte ist
  • Anubhava, d.h. die tiefe Verwirklichung der Einheit.

 

Das Problem von Gut und Böse

 

Das All enthält zwei dynamische Kräfte, nämlich Gut und Böse. Gut und Böse sind Zwillingskräfte, als Zwillinge vom selben Vater abstammend. Sie sind Dvandvas oder Gegensatzpaare und existieren nicht unabhängig von einander. Das Böse ist zur Verherrlichung des Guten da. Das ist seine raison d’être. Böse ist ein negatives Gut. Böse ist eine zerstörende, das Gute eine aufbauende Kraft. Es gibt in dieser Welt weder ein absolut Gutes noch ein absolut Böses. Das Böse kann nicht unabhängig vom Guten bestehen. Wo Böse ist, ist auch Gut und wo Gut ist, ist auch Böse. Du kannst in dieser relativen Welt kein absolut Gutes erwarten. Das absolut Gute findet sich nur in Brahman allein. Vor der Ur-Wirklichkeit, die hinter allem Gut und Böse steht, lösen sich Gut und Böse in ein luftiges Nichts auf.

 

Unwissenheit (Tamas) ist böse, Reinheit (Sattwa) ist gut. Verwandle also in Sattwa, dann wird Böse in gut verwandelt. Selbstsucht ist böse, Selbstlosigkeit ist gut. Lüsternheit ist böse, Keuschheit (Brahmacharya) ist gut. Habsucht ist böse, Rechtschaffenheit und Uneigennützigkeit sind gut. Stolz ist böse, Demut ist gut.

Oft kommt aus Bösem Gutes. Schwere Wolkenbrüche zur Erntezeit gelten den Menschen als böse. Gott jedoch weiß, was für seine Kinder gut ist. Er hat diesen Regen geschickt, um die Krankheitskeime, welche die gefährlichen Seuchen hervorrufen, von der Erde fortzuschwemmen. Ohne diesen Regen wären schwere, ansteckende epidemische Krankheiten ausgebrochen, die in einem Augenblick Tausende von Menschen hinraffen könnten. Erkenne daran, o Freund, die Gnade Gottes. Versuche nicht, in die göttlichen Geheimnisse einzudringen. Das würde nur deinen Verstand verwirren.

Oder wie ist es mit dem Krieg? Er ist zweifellos ein Übel. Aber oft bringt sogar der Krieg Gutes. Er kann nicht ohne Gottes Zulassung ausbrechen. ER treibt die Minister, Könige, Diktatoren, Präsidenten und Generäle an, Krieg zu führen. Der Krieg erzeugt ritterliche Krieger, furchtlose Soldaten, furchtlose und unerschrockene Staatsmänner. Der Krieg macht den Menschen furchtlos. Furchtlosigkeit ist eine sehr wichtige Eigenschaft für jeden, der geistig vorwärts kommen will. Die erregten Leidenschaften führen zur Geburtensteigerung. Es werden nicht genügend Lebensmittel erzeugt, um die Bevölkerung satt zu machen. Krieg beseitigt den Bevölkerungsüberschuss und verhütet den Ausbruch einer schweren Hungersnot. Krieg wirft den Hochmut der herrschenden Mächte in den Staub. Krieg weckt aber auch Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und kosmische Liebe in den Herzen der sonst so geizigen Reichen und zwingt sie, den Hilflosen, Witwen, Waisen und Verwundeten zu geben.

Die Welt oder die menschliche Gesellschaft muss durch das Böse höher entwickelt werden. Begreife diese geheimnisvollen Wege und werde weise.

 

 

Einheit und Verschiedenheit

 

Obwohl du mannigfache Formen mit verschiedenfarbigen Schatten siehst, steht doch hinter ihnen allen eine bestimmte Einheit. Den Philosophen oder ernsthaften Denker überfällt großes Staunen. Er hat ein besonderes, feinempfindliches Augenpaar, um das geheimnisvolle Universum der Töne und Farben wahrzunehmen. Er fühlt und sieht überall Einheit. Für den Wissenschaftler ist die Welt eine Masse von Elektronen oder Kräften oder Energien. Für den Jünger der Kanâda-Schule oder Lehre ist die Welt lauter Denken, für den Vijnana-Vadin eine bloße Idee, für den Vedantin ist diese Welt nichts als Brahma oder Atman.

Alle Dinge sind Erzeugnisse der fünf Elemente. Man kann die fünf Elemente auf Eines zurückzuführen: Äther (Akasa). Die Erde ist eine Grobform von Wasser. Erde löst sich in Wasser auf oder verwandelt sich in Wasser. Wasser ist eine Grobform von Feuer. Wasser verwandelt sich in Feuer. Wasser kommt aus Feuer: wenn man starke Hitze fühlt, schwitzt man reichlich Wasser. Feuer ist eine Grobform von Luft (Vayu). Sobald sich Vayu bewegt, entsteht Hitze. Feuer verwandelt sich in Luft. Vayu ist eine Grobform von Äther (Akasa). Vayu wird in Akasa zurückverwandelt. Die ganze Welt ist nur aus einem Element, Akasa, herausgestaltet.

Dann kann man wieder alle Energien, wie Elektrizität, Magnetismus und so weiter auf eine Energie, Lebensenergie (Prana), zurückzuführen. Sie werden in das kosmische Prana (Hiranyagarbha) verwandelt. Alle Verstandeskraft kann man auf einen kosmischen Verstand zurückführen. Obwohl es verschiedene Sprachen spricht, ist das Gedankenbild nur ein einziges. Es ist nur ein einziges Gedankenbild für Wasser (Apas) oder Pani oder Jal.

Kühe haben verschiedene Farben, aber die Farbe der Milch ist immer nur ein Weiß. Es gibt verschiedene Rosenarten, aber nur einen Rosenduft. Auge, Ohren, Zunge sind verschieden, aber die Sehkraft, Gehör und Geschmack sind immer eins.

Das Gefühl für Reinheit ist in aller Welt Eines, obwohl alle Nationen verschieden sind. Wenn Barmherzigkeit, Liebe, Freundschaft, Brüderlichkeit wirksam sind, fühlen alle Menschen sich im Herzen Eins. Überall ist Einheit.

Es gibt nur eine Sprache, die Sprache des Herzens, es gibt nur eine rechte Lebensweise (Dharma, Sanatana oder ewiges Dharma). Es gibt nur ein Gesetz, das von Ursache und Wirkung. Es gibt nur eine Religion, die Religion der Liebe oder der Vedantareligion. Es gibt nur eine Sonne, einen Mond, ein Akasa, ein Brahman, ein Atman, eine höchste Person (Purushottama), ein absolutes Bewusstsein (Chaitanya). Fühle nur die Einheit überall. Verwirkliche Satchidananda Atma, das gemeinsame Band des Bewusstseins, das alle diese Namen und Gestalten verbindet. Alle Verschiedenheiten, alle Unterschiede, alle Eigenschaften, die Gedankenschöpfungen oder Maya-bürtig sind, werden dann völlig verschwinden. Du wirst dann die Wahrheit der Weisheitsworte der Upanishaden erkenne, fühlen und verwirklichen. „Ich bin Brahman. Alles ist Brahman, alles ist Atma. Alles ist nur Om.

Einheit ist ewiges Leben. Verschiedenheit ist der Tod. Einheit bringt Eintracht, Harmonie, höchsten Frieden. Verschiedenheit bringt Zwietracht, Disharmonie und Rastlosigkeit. Einheit ist göttliches Leben im Geiste. Verschiedenheit ist übles (Asur-) Leben im Stoff.

Möchte doch Einheit unser Mittelpunkt, Ideal und Ziel sein. Möchten wir alle mit vollem Ernste versuchen, ein unsterbliches Leben höchster Freude in nicht-dualistischer (Advaita-) Einheit des Bewusstseins zu gewinnen. Möchte uns dieses Brahman der Upanishaden leiten, den Pfad der Einheit erleuchten und die Hindernisse auf dem Wege zu unserer Verwirklichung der Einheit beseitigen. Möge der Segen Brahmans über uns allen sein. Möchten wir doch alle uns bemühen, Einheit in der Menschheit zu verwirklichen.

Copyright Divine Life Society

 

IN: https://wiki.yoga-vidya.de/Jnana_Yoga

 

 

JNANA YOGA UND GESUNDHEIT

 

Warum wirkt Yoga - Jnana Yoga Konzepte

- Die fünf Koshas -

Fünf Koshas in der Yogatherapie

Das Konzept des Jnana Yoga, ist das Konzept der fünf Koshas. Jnana Yoga ist der Yoga des Wissens und der Erkenntnis. Jnana Yoga beruht auf dem Vedanta System, das gerade von Shankaracharya in seinen Schriften wie Viveka Chudamani gut dargelegt worden ist. Dort steht unter anderem das fünf Kosha Modell. Dieses fünf Kosha Modell gibt natürlich ein ganz geniales System, um zu sehen, wie Hatha Yoga wirkt.

Die fünf Koshas - Hüllen

Zusammenhänge von Einwirkungen

Und natürlich jenseits von allem ist der Atman, das Selbst, welches Eins ist mit Brahman. Im Jnana Yoga würde man sagen, alles hängt miteinander zusammen und wenn wir die Gesundheit sehen, was die Annamaya Kosha betrifft, dann hängt sie zusammen mit den anderen Koshas. Wenn es also eine Störung im Pranasystem gibt, dann hat das Auswirkungen auf die Gesundheit und auf die Psyche.

  • Wenn das Selbstwertgefühl gestört ist oder die Sinnkontexte zusammenbrechen, wegen einer Erfahrung, weil sie in der Vijnanamaya Kosha wäre, hat es eine Auswirkung auf die Psyche, auf das Prana und auf den physischen Körper.
  • Wenn es einen Unfall gibt, der zunächst mal auf der der Annamaya Kosha ist, hat es eine Auswirkung auf das Prana, auf die Psyche und unser Selbstbild wie auch auf unsere Sinnkontexte und unsere Beurteilungen. Alles Vijnanamaja Kosha.
  • Wenn wir eine tiefe, intuitive Gotteserfahrung haben, Anandamaya Kosha, dann strahlt die auch aus auf die anderen Ebenen.
  • Umgekehrt auf der Anandamaya Kosha, das ist auch die Ebene des Karmas, also die karmischen Dinge, die Lektionen, die wir noch haben, und von der Ebene kann es auch aus heiterem Himmel Erkrankungen geben auf der physischen Ebene, es kann aus heiterem Himmel eine psychische Prädisposition sein.

Dimensionen von Krankheiten

So könnten wir auch im Jnana Yoga, wenn wir Krankheit sehen:

  • es gibt eine physische Dimension,
  • eine energetische Dimension,
  • eine emotionale Dimension,
  • eine Dimension, die Sinn- und Selbstbild betrifft, und
  • eine spirituelle Dimension.

Koshas zu beachten wirkt präventiv

Wenn man all diese Koshas beachtet, dann wirkt das erstmal präventiv gegen Erkrankungen.

Ebenen anschauen bei Erkrankung

Wenn wir irgendwo eine Erkrankung haben, könnte man schauen, wie man sie auf allen Ebenen angeht. Also angenommen, jemand hat ein Verdauungsproblem, dann sollte er natürlich schauen, welche Nahrung er am besten verdaut und, dass er die Ernährung besser macht. Er sollte natürlich dafür sorgen, dass er sein Agni stärkt, indem er zum Beispiel die Vorwärtsbeuge und den Drehsitz macht. Er sollte vielleicht auch Tiefenentspannungstechniken machen, weil das allgemein hilft, dass der Parasympathikus das Verdauungsfeuer besser steuert. Das wäre alles Annamaya Kosha. Verdauungeprobleme haben auch etwas mit dem Prana zu tun und so kann man schauen, wie man das Prana vielleicht mehr im Bauch aktiviert.

Verdauungsprobleme können aber auch etwas mit der Manomaya Kosha zu tun haben, in Form von bestimmten Ängsten, auch vielleicht bestimmten älteren Ängsten, vielleicht bestimmten Emotionen, vielleicht bestimmten Reaktionsmustern. Also könnte man auf der Ebene arbeiten.

Letztlich kann ein Verdauungsproblem aber ebenso etwas mit dem Selbstbild und voreiligen Beurteilungen von Situationen zu tun haben oder einem mangelnden Sinnkontext, was die Vjinanamaya Kosha betrifft.

Und manchmal ist es eine tiefe spirituelle Lektion, die sich auf den ersten Blick nicht erschließt. So würde man in einer Jnana Yoga Betrachtung all diese Dinge hinein bringen, aber sich dann bewusst machen, ganz so tragisch ist es nicht. Denn meine wahre Natur ist Atma, Höchstes Selbst, Satchidananda, Sein-Wissen-Glückseligkeit. Letztlich betrifft Gesundheit und Krankheit nur meine Koshas, ich selbst bin davon unberührt.

Swami Sivananda wird in seinen Büchern nicht müde zu sagen, wenn man sich bewusst ist, ich bin das unsterbliche Selbst, wenn man sich nicht so sehr sorgt um Körper und Psyche, dann werden Körper und Psyche von selbst besser funktionieren. Zuviel Sorge um Körper und Psyche ist nicht förderlich für die Erkrankung. So ist es gut manchmal zu Atma zu gehen, sich bewusst zu machen, meine wahre Natur ist Sein Wissen Glückseligkeit und dann die verschiedenen Yogatechniken zu nutzen, um seine Koshas zu harmonisieren.

 

IN: https://wiki.yoga-vidya.de/Jnana_Yoga