Das Anahata Chakra ist das vierte von sieben Chakras. Es verbindet die unteren drei Chakras mit den oberen drei Chakras. Es ist die Brücke von der Persönlichkeit zum höheren Selbst. Bei vielen Menschen sind nur die unteren zwei Chakren aktiv.

 

Anahata heißt soviel wie "unangeschlagen, ungetroffen, unverletzt, unbeschädigt". Dies bezieht sich auf Anahata Nada, den inneren Klang, den wir in tiefer Meditation hören können und der uns mit unserem höheren Selbst verbindet. Chakras sind Tore.

 

Das Anahata ist laut Satyananda Saraswati in der Wirbelsäule, auf Herzhöhe, sein zugehöriges Keshtra liegt an der Vorderseite des Körpers. Bei Meditationen auf Anahata ist zunächst die genaue Lokalisierung wichtig. Das Keshtra ist öft leichter zu fühlen.

 

Anahata Chakra beeinflusst auf körperlicher Ebene unsere Thymusdrüse und das Herzgeflecht und hat somit Auswirkungen auf unser Immun- und Herz-Kreislauf System, Lungen, Bronchien, Blutkreislauf und Lymphsystem und steuert den Tastsinn.

 

Seine Farbe ist grün und sein zugehöriges Bija Mantra YAM.  Die Mantra Rezitation mit Konzentration auf das Chakra kann bewirken, dass Blockaden sich lösen können. Der Lotus des Anahata Chakras hat zwölf zinnoberrote Blütenblätter. Es bedeutet, dass zwölf große Nadis durch das Chakra hindurchgehen, ihre Energie dehnt sich in alle Dimensionen aus.

 

Das Yantra von Anahata Chakra besteht aus zwei ineinander verschränkten gleichseitigen Dreiecken, eines ist nach oben und eines nach unten gerichtet. Im Tantra steht dies für die harmonische Vereinigung von Shiva & Shakti, dem männlichen und weiblichen Prinzip im Universum. Shiva ist der göttliche Urgrund, Shakti ist seine Energie in der Welt. Shiva ist statisch, Shakti ist dynamisch.

 

Das Anahata Chakra steht für bedingungslose Liebe und Frieden und die Einheit der Existenz, tiefe Stille und Glücksseligkeit. Ein offenes Herzchakra ermöglicht uns dies zu erfahren. Es ist das Tor zu höheren Stufen der Meditation und Unsterblichkeit.

      

Asanas

Matsyasana, Bhujangasana, Dhanurasana, Ushtrasana, Halasana

 

Pranayama

Nadi Shodan Pranayama

 

Mudras

Hridaya Mudra

Uddhyana Bandha

 

Meditation

Hineinspüren und Wahrnehmen des Herzchakras

Ein- und Ausatmen in das Herzchakra

Visualisieren von Anahata Yantra

Chakra Meditation mit Yam

Mantra Japa Om Shanti 

 

Bhakti Yoga

Kirtan mit Maha Mantra und Friedens Mantras

 

Affirmationen

Ich bin Liebe

 

Mineralien & Edelsteine

Rosaquarz, Jade, Rubin

      

 

 

MEDITATIONSANLEITUNG - ANAHATA

von Ma Dhyan Bodha

nach Satyananda Saraswati

 

Sitze in einem Yogasitz mit den Händen auf den Knien in Hridaya Mudra. Hrid heißt Herz. Hridaya Mudra richtet den Pranafluss zum Herzchakra aus.

Schließe die Augen und nimm den Körper wahr. Der ganze Körper ist entspannt. Die Wirbelsäuke ist gerade. Schultern tief, Arme entspannt, das Mudra fest.

 

Nimm nun Anahata Chakra wahr. Bleibe dort einfach nur mit deiner Wahrnehmung und voller Achtsamkeit.

 

Nimm alle Gedanken, Emotionen, Bilder, die sich dir eventuell zeigen in Liebe und ohne zu urteilen an. Alle Gefühle sind erlaubt.

 

Variante

Einatmen zur Mitte des spirituellen Herzens.

Ausatmen nach vorne aus dem Körper heraus oder in alle Richtungen, dabei vom Herzen her weit werden.

 

Nimm wieder deinen Körper wahr.

Nimm deine Umgebung wahr.

Reibe deinen Hände aneinander und lege sie vor dein Gesicht.

Öffne langsam wieder deine Augen.

 

Wenn du während der Meditation Schmerzen oder Atemnot oder Ähnliches bekommst, beende bitte die Meditation sofort und entspanne den ganzen Körper. Du kannst dich auch hinlegen und warm zudecken und die Hände auf dein Herz legen, bis es dir wieder besser geht. 


***

 

Weitere Variationen

 

Visualisiere eine wunderschöne, unberührte Lotosblüte in Anahata. Sie ist noch geschlossen und du lässt jetzt zu, wie sie sich Blütenblatt für Blütenblatt entfaltet. Ein Blatt nach dem anderen öffnet sich im Sonnenlicht. Das Licht strahlt jetzt sehr hell über dein Herz, deinen Körper, deine Aura und darüber hinaus. Dein Herz ist jetzt weit offen. Lass zu, dass sich der Lotos deines Herzens mehr und mehr entfaltet. Das Strahlen der Blütenblätter wird stärker und stärker.

 

Visualisiere eine wunderschöne, unberührte Lotosblüte in Anahata und dann lasse sie sich Blütenblatt für Blütenblatt entfalten. Ein Blatt nach dem anderen öffnet sich. In ihrem Inneren befindet sich ein feinstofflicher Raum. In diesem Raum ist die Essenz der Existenz gegenwärtig. In diesem Raum im Herzen befindet sich das Feuer der Ewigkeit und die kosmische Intelligenz. Du siehst jetzt eine kleine Flamme in diesem Raum, in deinem spirituellen Herzen, hell leuchten.

 

 

Klick Foto, um zur Seite vom Ananda Verlag zu kommen und mehr über Chakren und ihre Lokalisierung zu erfahren.

Anahata Chakra Foto von Bihar School Of Yoga

 

"Das Anahata Chakra kann durch Bhakti Yoga erweckt werden. Für Frauen ist es leichter zu erwecken. Das ist der Grund warum Frauen empfohlen wird Anahata als Meditationszentrum zu benutzen, während Männern normalerweise das Ajna Chakra empfohlen wird. Das beste Mantra für Anahata ist OM SHANTI."

     

      Satyananda Saraswati      

      

Mehr über Anahata HIER

Mehr über Mantra Japa HIER

Meditieren mit einer Mala HIER

Mehr über Meditation HIER

Anahata 2019 Foto HIER

Anahata Blogartikel HIER


"Laut Tantra befindet sich an der Wurzel von Anahata der Kalpa Vriksha. Wenn dieser Baum Früchte trägt bewahrheitet sich alles was man denkt oder wünscht. Es ist dann äußerst wichtig wachsam alle mentalen Vorgänge zu kontrollieren. 

In der Saundarya Lahari wird die Wunscherfüllung in Anahata als der wunscherfüllende Edelstein Chintamani beschrieben. Chintamani bedeutet der Edelstein des korrekten und positiven Denkens."


                         Satyananda Saraswati



"Anahata gehört zu Maha Loka, der ersten Dimension der Unsterblichkeit. Das Erwachen von Anahata Chakra bewirkt ein tiefes Gefühl der bedingungslosen Liebe zu allen Wesen. Auch wenn die Welt vollen Grausamkeit ist, müssen wir das akzeptieren. Denke ICH BIN in jedem Wesen. Das ist der Weg, um Vishuddhi Chakra zu erwecken, das Zentrum der Unsterblichkeit."

 

Satyananda Saraswati


***